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LUDWIG REITER

Solche Gangster-Geschichten kennt man nur von Edel-Juwelieren, Banken oder Museen: da kommen Einbrecher in der Nacht, rauben Dinge von unschätzbarem Wert, verschwinden unerkannt, übergeben die Beute einem zahlungskräftigen Auftraggeber. Dass sich so etwas neuerdings in den Schuhläden von LUDWIG REITER abspielt, hätte wohl niemand gedacht. Wirklich nicht? Schließlich zählt die Marke zu den bekanntesten Schuhmanufakturen der Welt, hat eine lange Tradition (seit 1885 in Wien), ist Spezialist für luxuriöse rahmengenähte Schuhe aus feinem Pferdeleder, alle hochwertig, handgenäht, ein Leben lang tragbar, nicht ganz preiswert. Was nützt einem da ein gestohlener Monet, wenn man ihn nicht zur Schau stellen kann, dachten sich da wohl die Fashion-Räuber und ließen lieber Budapester, Bowlingschuhe, Penny Loafer, Stiefeletten und die berühmten Reiterstiefel Maronibrater mit dem typischen Filzschaft mitgehen. Die trug übrigens gerade Brad Pitt in Inglourious Basterds. Wir denken jetzt mal nichts Böses.