Emilio Pucci: Von der Skipiste auf die Laufstege dieser Welt

Emilio Pucci gehört ohne Frage zu den wichtigsten Modehäusern Italiens. Mit seinen charakteristischen Prints in geometrischen Mustern und seinen farbenfrohen Designs lässt das Label die Herzen der Fashionistas höher schlagen. 1947 von Emilio Pucci di Barsento in Florenz gegründet, war das Label bald für seine eleganten Capri-Hosen und Jersey Kleider bekannt. Doch zunächst stellte die Luxusmarke ausschließlich Ski- und Sportbekleidung her. Denn was viele nicht wissen: Emilio Pucci, der statt Modedesign Politikwissenschaften studierte, war 1934 Mitglied der olympischen Skimannschaft aus Italien und gewann anschließend ein Stipendium des Reed College in Oregon. Durch einen glücklichen Zufall wurde Emilio Pucci von Modefotograph Toni Frissell bei einem seiner Rennen entdeckt als er ihn in seiner Eigenkreation einer Skikombination sah. Seine ersten Entwürfe waren demnach die Teamuniformen der College-Skimannschaft.

Emilio Pucci: Weltberühmte Grafik-Prints und zeitlose Eleganz

Schon bald entwickelte sich aus der Marke ein ganzes Modeimperium – sehr zur Freude der weiblichen Fans. Denn Emilio Pucci war es auch, der den Bodysuit erfand, und seine figurbetonten Seidenkleider und Leggins wurden in den 80er Jahren zu echten Must-Haves. Seine Inspiration nahm der Designer aus seinem Heimatland Italien: Die Hosen der Fischer auf der Insel Capri inspirierten ihn zu seinen Capri-Hosen. Nach dem Tod des Modeschöpfers im Jahre 1992 übernahm seine Tochter Laudomia Pucci das Geschäft, bis im Frühjahr 2000 die LVMH- Group 67 Prozent des Modeimperiums übernahm. Laudomia übernahm den Posten der stellvertretenden Vorsitzenden, während Christian Lacroix für die kreative Leitung zuständig gemacht wurde. Mittlerweile hält Peter Dundas das modische Erbe aufrecht. So tragen die wilden, abstrakten Muster der Kollektionen bis heute die unverkennbare Handschrift, die das Mode Haus Pucci so berühmt gemacht haben.