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Belstaff
Che Guevara trug eine, als er sich rebellisch durch Lateinamerika kämpfte. Steve McQueen, als er in seinem Ferrari einen auf obercool machte. Tom Cruise, als er in "Mission Impossible" die Welt besiegte. Ewan McGregor, als er mit dem Motorrad die Wüsten durchquerte. George Clooney, als er in "Ocean's Eleven" Casinos ausraubte. Brad Pitt, als er in Berliner Kneipen unterwegs war. Die Rede ist von einer Jacke des Kultlabels Belstaff! Und wie es scheint, sieht man zurzeit ganz Hollywood in der legendären "Trialmaster", die lang geschnitten ist und vier Fronttaschen, Gürtel und Stehkragen hat, oder in der "Rasing", einem schmalen, kurzen Blouson aus Leder, oder in der "Hergon" mit Stretcheinsätzen an den Seiten. Was ist also dran an diesen Jacken? "Sie sind funktional, wasserdicht, atmungsaktiv, widerstandfähig, haben Tradition und ein großartiges Design", sagt Manuele Malenotti, Kreativdirektor und Vizepräsident von Belstaff. "Nicht nur perfekt für Actionszenen, sondern auch für einen coolen Look und einen coolen Lifestyle." Seit über 80 Jahren steht die Marke für diese Art von lässiger Funktionskleidung. 1924 gründeten Harry Grosberg und Eli Belovitch im englischen Staffordshire die Firma Belstaff (der Name setzt sich aus beider Nachnamen zusammen), und fertigten Motorradjacken aus sogenannter "Wax Cotton", gewachster ägyptischer Baumwolle. Größter Coup in den 50er-Jahren: die "Black Prince" - ein Welthit in Bikerkreisen. Danach war Belstaff irgendwie vergessen, nur noch zweckmäßig und tauchte allenfalls auf Bikertreffen in der Provinz auf. Der Boom kam, als der ehemalige Superbike-Meister Franco Malenotti die marode Firma kaufte und mit seinen Söhnen Manuele und Michele vom italienischen Mariano aus zu einem Modelabel aufbaute. Das Markenzeichen: ein goldener Phönix auf dem linken Ärmel - ein mythischer Vogel, der nie stirbt, sondern immer wieder aus der Asche aufsteigt, schöner als zuvor.



