Hosen

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DIE GESCHICHTE DER HOSE

Die Hose für die Frau - Was lange währt wird endlich gut. Für die Frauen schien es ein langer und aussichtsloser Kampf das Recht auf Hosen zu gewinnen, doch um 1930 wurde Sie endlich für die Allgemeinheit über Film und Medien etabliert. In der Zeit der Französischen Revolution gab es die ersten frauenemanzipatorischen Aufstände und Bewegungen um die neu errungenen Bürgerrechte auf den Frauen zukommen zu lassen – dieser Versuch blieb allerdings vergebens. Sie wurden erneut auf Ihre „natürlichen Eigenschaften“ besinnen: Sanftmütigkeit, Zurückhaltung und karikative Neigungen.

In Amerika allerdings kämpfte die Frauenrechtlerin Amelia Bloomer für ihr neu kreiertes Hosenkostüm, welches aus einer knöchellangen Hose und einem darüber getragenem Kleid bestand. Dieses Kostüm wurde in Amerika und Europa hochgelobt und von einigen Frauen sogar zu offiziellen gesellschaftlichen Anlässen getragen. In Europa hingegen wagte sich nur eine kleine Minderheit der Frauen diese Hosen zu tragen.
Erste offizielle Anerkennung der Hosen für die Frau entstand während der Zeit des 1. Weltkrieges und der Zunehmenden Begeisterung der Damenwelt für den Sport. Bei den ersten Hosen für die Frauen handelt es sich um die Unterhose, die „ Unaussprechliche“, die als Ersatz für den Unterrock fungierte. Als der Sport in die Frauenwelt eintrat wurden allmählich die Traditionen in der Kleiderordnung gestürzt: Die Funktion der Kleidung spielte in diesem Falle die Hauptrolle und so trugen die Frauen lange Unterhosen mit einem kürzeren Oberteil als bisher. Als während des 1. Weltkrieges alle Männer an der Front waren, mussten die Frauen ihre Arbeit in Kokereien, Munitionsfabriken und auf den Feldern leisten. So integrierte sich das Kleidungsstück der Hose auch in den Alltag der meisten Frauen und wurde unersetzlich.

Auch nach Beendigung des Krieges, wollten die Frauen nicht mehr auf die neu gewonnenen Freiheiten, Aufgaben und Rechte verzichten. In den 1930ern fielen die letzten Hemmungen der Frauen sich in Hosen zu kleiden: Die Begeisterung für die neue Mode verbreitete sich über Kino und Fernsehen, mit Ikonen wie Marlene Dietrich und Katharine Hepburn, rasant. Es galt als elegant sich beispielsweise auf Schiffsreisen oder auf der Strandpromenade in Hosen zu zeigen.
Diese Entwicklung der Mode wurde von den meisten der Männer missbilligt, doch die Frauen gaben Ihre neu gewonnene Entscheidungsfreiheit nicht auf. Sie trugen sich von nun an, wie es Ihnen gefiel und des Anlasses entsprechend: Ob Kleid und Strümpfe oder Hosen und Krawatte, die moderne Frau wählt Ihre Garderobe selbst und losgelöst von gesellschaftlichen Zwängen.


DIE TRENDS DER JAHRZEHNTE

50er Jahre: In den 50er Jahren entstand allerdings eine gegensätzliche Bewegung: Weiblichkeit war wieder angesagt. Die Frauen trugen Pettycoat Kleider, tiefe Ausschnitte und eine Wespenteile. Die Hose wurde in diesem Jahrzehnt erstmal wieder verschmäht oder nur für körperliche Arbeiten getragen.
60er Jahre: Die Frauen in den 60er Jahren wollten Ihre Weiblichkeit verstecken und möglichst wenig Kurven zeigen - So wurden Trägerrocke und Hosenanzüge angesagt.
70er Jahre: In diesem Jahrzehnt war alles erlaubt, was jung und frisch ist: Blumenprints, wilde Muster und knallige Farben. Frauen trugen begeistert Hot Pants, weite Hosen und Jeans mit Turnschuhen.
80er Jahre: In den 80ern galt das Motto:“ Zeig wer du bist“ – die Mode wurde eleganter und Kleidung von bestimmten Marken zu tragen wurde zum Statussymbol. Frauen trugen neben Jackets und Hosenanzüge, die Ihnen Stärke verliehen, auch enge Hosen und Karottenhosen.
90er Jahre: Plateauschuhe waren die Trendschuhe in den 90ern. Dazu trug man entweder sehr weite Hosen und sehr kurze Tops. Wichtig war es hier einen schönen, flachen Bauch zu haben. In der Zeit wuchs die Punk-Bewegung, sodass man auch viele junge Leute mit hoch gegelten, bunte Haaren, Netzstrumpfhosen und verschlissener Kleidung sah.
2000er Jahre: Im Millenium-Jahrzehnt galt: Weniger ist mehr. Die jungen Frauen kleideten sich sehr freizügig und körperbetont. Enganliegende, tiefgeschnittene Hüfthosen eroberten die Bekleidungsgeschäfte. Bauchfreie Tops, knappe Röcke und enganliegende Kleider wurden in diesem Jahrzehnt nicht nur in Diskotheken getragen, sondern bestimmten das Stadtbild des Jahrzehnts.


HOSENFORMEN - UND IHRE RAFFINESSEN

Der Hosenrock ist seit einigen Jahren nicht mehr von den Straßen wegzudenken. Die Culottes sind etwa waden- oder knöchellange Stoffhosen mit einem sehr weiten Bein. Wenn Sie schmale Waden und Fesseln haben, setzt die Culottes diese perfekt in Szene, sodass die Beine insgesamt schlanker wirken. Zudem kaschiert das weite Bein kräftigere Oberschenkel. Unser Tipp: Spitze Pumps zu Culottes wirken als echte Figurenstrecker!

Die bequemen Stoffhosen in Ihrem leicht karottenartigen Schnitt sind immer eine Investition wert. Der glatte Baumwollstoff und die eingelegte Bundfalte ist typisch für Ihr Erscheinungsbild. Auch wenn die Hose so bequem ist, sieht sie doch am vorteilhaftesten bei schlanken Frauen aus. Bei kräftigeren Hüften und Oberschenkeln sollte man auf diese besser verzichten und im Zweifelsfall eine Nummer größer kaufen, damit sie an den Schenkeln nicht spannt – denn eine Chino wird dazu gemacht um lässig auszusehen.

Lange wurde die Anzughose schick und elegant kombiniert in den Büros dieser Welt versteckt: Jetzt erobert der Trend auf die Straßen. Für den Businesslook kombinieren Sie die Hose mit einer an den Schultern perfekt abschließenden Bluse, Pumps, einem Trenchcoat und Ihrer Lieblingstasche. Für den modernen Streetstyle Look investieren Sie doch in eine Statement Anzughose und tragen Sie diese mit lässigen Sneaker, T-Shirt und einem Oversize Blazer. Eine Anzughose sollte an den Oberschenkeln nicht zu eng sitzen – falls also Seitentaschen vorhanden sind, dürfen diese nicht aufspringen.

Lederhosen gibt es mittlerweile nicht nur Hauteng. Malene Birger macht es vor und kreiert eine lässige Straight Leg Lederhose mit Bundfalten aus butterweichem Lammleder, die sich rockig und cool zu Boots und Pullover kombinieren lässt. Joseph und Brunello Cucinelli hingegen setzen auf Wildlederhosen – Iro, Jitrois, Anine Bing und Helmut lang hingegen auf Glattleder Skinny Pants. Die Lederhose lässt sich super leicht für einen schicken Abend, aber auch für den Alltag stylen. Achten Sie hier auf die richtigen Accessoires, Schuhe und Taschen. Bei der Pflege ist allerdings Vorsicht geboten. Halten Sie sich an die Angaben des Designers im Pflegeetikett und waschen Sie wenn möglich mit der Hand. Zudem gibt es spezielles Lederwaschmittel, sodass der hochwertige Stoff keine Schäden annimmt.

Ob Culottes, weite Stoffhosen, Haremshosen oder Jogginghosen – weite Hosen sind voll im Trend und dabei sind sie auch noch bequem. Vorallem High-Waist Hosen mit einem weiten Bein strecken den Unterkörper optisch. Etro und Missoni setzte Highlights mit wunderschön gemusterten Hosen in knalligen Farben während Jil Sander, Alexander McQueen, Nina Ricci und Marc Jacobs auf schlichte Eleganz. Ob lässig mit einem Oversized Pullover oder elegant und feminin mit einem Body getragen – Wide Leg Pants sehen immer top gestylt und super modern aus.

TAKE CARE – WIE WASCHEN SIE IHRE HOSEN RICHTIG?

Bevor es an die tatsächliche Wäsche geht, drehen Sie alle Taschen in der Hose nach außen, damit diese auch sauber werden. Öffnen Sie alle Knöpfe und vergessen Sie nicht umgekrempelte Hosenbeine wieder zu entkrempeln. Um den Reißverschluss nicht auf lange Sicht zu beschädigen, sollten Sie Ihn beim Waschen immer zuziehen. Waschen Sie Hosen aus Baumwolle, Leinen und Synthetik am besten mit Feinwaschmittel oder Buntwaschmittel. Wie Sie einzelnen Hosentypen am besten und schonend waschen, entnehmen Sie am besten dem Waschetikett des Designers selbst. So stellen Sie sicher, dass Ihren Lieblingskleidungsstücken auch nichts passiert. Hosen mit einem hohen Stretchanteil sollten ohne Weichspüler gewaschen und nicht im Wäschetrockner getrocknet werden.

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